Hochzeit Dresscode gilt auch für die Kleinsten- Foto: © Timothy Marsee / flickr.com

August ist der absolute Lieblingsmonat für eine Hochzeit und so werden einige von uns bestimmt demnächst die eine oder andere Hochzeitsfeier besuchen. Da flattert eine Hochzeitseinladung ins Haus und schon fängt es an mit dem Grübeln – was zieht man bloß an? Wie war das Dresscode, noch mal?

Weiß, Pastell oder Bunt?

Die erste Regel jeder Hochzeitsknigge für die Gäste lautet natürlich – niemals die Braut überstrahlen, es nicht mal versuchen, schließlich ist es ihre Feier und so soll sie im Mittelpunkt stehen. Das heißt weiße Kleidung, egal ob ein langes Kleid oder ein eleganter Hosenanzug, sind absolut tabu. Das gleiche gilt auch für schimmernde Stoffe mit viel Glitzer. Einerseits würde man damit alle Blicke auf sich ziehen und andererseits kommen Pailletten und stark glänzende Stoffe auf Fotos nicht gut rüber, denn sie spiegeln zuviel Licht ab und es besteht ein Risiko, auf den Fotos wie ein großes, glitzerndes Fleck auszusehen.

Cremefarben sind auch nicht unbedingt vorteilhaft, denn wenn die Braut reines Weiß trägt, sieht man neben ihr schnell grau und verwaschen aus. Ein ewiges Streitthema bleibt die schwarze Kleidung. Schließlich ist man ja nicht auf einem Begräbnis heißt das Hauptargument. Aber schwarz ist auch die ultimative Farbe der Eleganz, das wissen wir spätestens seit Coco Chanel. Außerdem befolgt es die Hauptregel des Dresscodes für die Hochzeitsgäste – nicht der Braut die Show stehlen. Die beste Lösung wäre somit direkt die Braut zu fragen, ob sie mit einem schwarzen Kleid einverstanden ist. Wenn das nicht geht und man nur ein schwarzes Abendkleid hat, dann sollte man zumindest bei Make-Up und Accessoires ein wenig Farbe ins Spiel bringen und dem Look die Strenge nehmen.

Welche Farben bleiben nun übrig? Pastellfarben, alle möglichen Blau- und Grüntöne sowie bunte Farbkombinationen oder grafische Prints, die zu den Haupttrends 2013 gehören.

Hochzeit Dresscode – mehr als Kleider

Wenn es mit den Farben geklärt ist, kann man sich der Frage nach dem eigentlichen Kleidungsstück widmen – was zieht man zu einer Hochzeit an? Kleider, würden wohl die meisten sagen und damit auch recht haben. Allerdings gibt es auch hier einige Beschränkungen – Maxikleider sollen so wenig wie möglich an ein Brautkleid erinnern, das heißt, keine helle Farben, keine weiten Röcke, keine Schleppen und generell nicht zu feierlich. Bei kurzen Kleidern muss man dagegen nur auf eine angemessene Länge des Kleides achten, es darf nicht zu kurz sein. Das gilt auch für Ausschnitte und enge Schnitte – man sollte nicht zu viel des Guten zeigen, denn das ist insbesondere bei kirchlicher Trauung mehr als unangebracht.

Hat oder mag man keine Kleider, können auch Röcke oder sogar Hosen mit einem eleganten Oberteil kombiniert werden, aber bitte nicht im Panda-Look: oben weiß, unten schwarz.

Am besten orientiert man sich an den Wünschen der Brautleute – wollen sie eine romantische Hochzeit in einem Landhaus feiern? Oder soll es eine bunte und fröhliche Feier in einem angesagten Restaurant werden? Manche Paare entscheiden sich auch für eine Themenhochzeitsfeier, womit sie auch das Dresscode für die Gäste festlegen.

In jedem Fall, soll man daran denken, dass man nicht nur schön, sondern auch bequem angezogen ist. Wird es abends nicht zu kalt nur in einem Kleid? Kann man sich in der Kleidung gut bewegen? Sind die Absätze nicht zu hoch, um in Standesamt zu stehen und anschließend auf der Feier zu tanzen? Ist die Taillie nicht zu eng, kann man damit auch essen?

Beachtet man diese Kleinigkeiten, macht eine Hochzeitsfeier noch mehr Spaß, weil man wenig Gedanken an das Outfit verschwendet und sich stattdessen ganz und gar dem Feiern widmet.